Bei bestem Wetter nahmen in diesem Jahr rund 40 Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs am Rollstuhltraining teil. Zu Beginn erhielten sie eine Einführung in den Umgang mit dem Rollstuhl und erfuhren, worauf dabei besonders zu achten ist.
Anschließend nahmen die Jugendlichen Kontakt zu den Seniorinnen und Senioren auf. Dabei lernten sie, wie wichtig es ist, laut und deutlich zu sprechen, sich vorzustellen und Blickkontakt zu halten. Außerdem mussten sie die Bewohnerinnen und Bewohner stets rechtzeitig darüber informieren, was als Nächstes geschieht.
Zunächst machten sich die Schülerinnen und Schüler in einer sicheren Umgebung innerhalb des Seniorenheims mit dem Rollstuhl vertraut. Danach ging es bei strahlendem Sonnenschein nach draußen. Am Bürgersteig übten sie, die Seniorinnen und Senioren sicher auf den Gehweg und wieder hinunter zu begleiten. Mit großer Konzentration und viel Respekt vor ihrer Aufgabe stellten sie fest, dass dabei vor allem die richtige Technik und weniger die körperliche Kraft entscheidend sind und eine Portion Selbstvertrauen nicht unwesentlich ist.
Ein gemeinsamer Spaziergang durch Brambauer bildete schließlich den gelungenen Abschluss des Trainings.
Im Nachhinein berichteten die Schülerinnen und Schüler, dass ihnen die Aktion viel Freude bereitet habe. Gleichzeitig seien sie sich der Verantwortung bewusst geworden, die man für einen hilfsbedürftigen Menschen trägt. In einem leeren Rollstuhl konnten sie außerdem selbst erfahren, wie es sich anfühlt, Verantwortung an eine andere Person abzugeben.
Einige Jugendliche zeigten großes Interesse daran, ein Praktikum im Seniorenheim zu absolvieren. Andere stellten fest, dass dieser Bereich nicht ihren Interessen entspricht – und auch das ist eine wichtige und wertvolle Erkenntnis für die persönliche Berufsorientierung.








